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Freitag, April 19, 2024
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    In Deutschland haben zwei Drittel keinen oder schlechten Zugang zum ÖPNV

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    Rund 55 Millionen Menschen in Deutschland haben keinen oder nur schlechten Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln. Das ergab eine Studie der Bahn-Tochter „Ioki“

    Heutzutage wird den Menschen oft der Vorwurf gemacht sie seien egoistisch und klimafeindlich, da sie immer ihr Auto nutzen und nicht den öffentlichen Personennahverkehr. Die Ioki Studie zeigt aber genau das, was man schon lang ahnte. 55 Millionen Menschen haben keinen oder nur schlechten Zugang zu Bus und Bahn. Darunter sind unter anderem 99 Prozent aller Dorfbewohner:innen in Deutschland. Lediglich den 27 Millionen Menschen die in Deutschland in Metropolregionen und Großstädten leben bescheinigt die Bahntocher einen Zugang zu gutem Nahverkehr.

    Oftmals gibt es zwar viele Haltestellen aber diese werden nur selten befahren und Nachts oft gar nicht. Laut der Studie gibt es für eine stündliche Befahrung in einem Zeitraum von 6- 21 Uhr die Note ausreichend. In der Realität ist aber selbst das schon Luxus, denn in vielen Dörfern gibt es weniger oder gar keinen Anschluss.

    Die Menschen auf dem Land haben also einfach keine andere Wahl, als sich auf das Auto zu verlassen. Besonders schlecht ist die Situation in Bayern und Mecklenburg-Vorpommern, das ergab eine Studie im August von der „Allianz pro Schiene“.

    Klimaschutz ist also auch hier in weiter Ferne. Das die Ticketpreise immer weiter steigen hilft da auch nicht. Auch Angebote wie Leihfahrräder oder Carsharing findet man hier kaum. Dadurch das nun auch die Treibstoffpreise immer weiter steigen, bleibt den Menschen oftmals nur ihre Mobilität noch weiter einzuschränken.

    Organisationen wie das Solidaritätsnetzwerk fordern bereits seit Jahren komplett kostenlosen und gut ausgebauten Personennahverkehr gefordert. Die Finanzierung soll natürlich nicht die Löhne der Arbeiter:innen bei Bus und Bahn senken. Im Gegenteil, es wird gefordert diese zu erhöhen. Stattdessen sollen die Milliarden hohen Staatsausgaben für Militär oder zur Unterstützung von Autokonzernen lieber für den Ausbau und Kostenlosen Nahverkehr ausgeben werden. So lassen sich dann auch Klimaschutz und Mobilität verbinden.

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