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Donnerstag, Februar 29, 2024
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    Judenfeindliche Traditionen in den deutschen Kirchen

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    Der Antisemitismusbeauftragte der deutschen Bundesregierung beklagt weiterhin die antisemitischen Gepflogenheiten der Kirchen und fordert eine weitere Aufarbeitung der Vergangenheit.

    Felix Klein lobt auf der einen Seite die Aufarbeitungsbemühungen und den Kampf gegen Antisemitismus der großen Kirchen. Distanzierungen allein seien aber unzureichend, wenn Vergangenheitsbewältigung bedeutet, keine Verantwortung übernehmen zu wollen. So sind weiterhin große Kirchengebäude wie der Kölner oder der Regensburger Dom mit der „Judensau“ als Steinrelief oder Skulptur versehen. Die Judensau als Spottbild soll Juden verhöhnen und als unrein darstellen.

    Auch Kirchenglocken, die während des Nationalsozialismus gegossen wurden und mit dem Hakenkreuz bestückt sind, werden weiterhin geschlagen. Laut Klein müssten diese Traditionen viel stärker in den Blick genommen und abgebaut werden. Im Falle der Spottbilder sollten sie zumindestens in den historischen Kontext gesetzt und kommentiert werden. Auch sei die Deutsche Bischofskonferenz oder der Vatikan selbst dazu in der Lage neue Weisungen vorzugeben.

    Gleichwohl würde die deutsche Justiz antisemitische Vorfälle nicht ihrer gesellschaftlichen Tragweite hin behandeln. Zu oft würden antisemitische Angriffe nicht vollumfänglich aufgeklärt oder viel zu früh eingestellt.

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