Auf den Philippinen hat ein Taifun rund 300.000 Menschen in die Flucht geschlagen. Die maoistisch-kommunistische Partei der Philippinen (CPP) ruft die Bevölkerung in einer Erklärung dazu auf, sich den Folgen der Naturkatastrophe gemeinsam entgegen zu stellen und dies mit politischen Forderungen zu verbinden.

In der vergangenen Woche hat der Taifun „Rai“ vor allem den Süden und Osten der Philippinen schwer getroffen. 300.000 Menschen befinden sich zurzeit auf der Flucht. Erdrutsche, Überschwemmungen und Sturzfluten wurden ausgelöst, Dächer zerstört, Strommasten abgerissen und Bäume entwurzelt.

Am Donnerstag hatte der Taifun das Land getroffen. Am Freitag waren mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Ob es weitere Opfer gibt, wird derzeit geprüft.

Die Philippinen werden jährlich von etwa 20 Taifunen getroffen. „Haiyan“ war einer der schwersten und hatte vor acht Jahren etwa 3.600 Menschen das Leben gekostet.

Die maoistisch orientierte Kommunistische Partei der Philippinen (CPP), unter deren Führung die Neue Volksarmee (NPA – New People’s Army) einen bewaffneten Kampf gegen den Staat führt, veröffentlichte am Samstag eine Erklärung zum Taifun.

Darin stellt sie fest, dass vor allem die Werktätigen, insbesondere die Fischer:innen, Kleinbäuer:innen und Landarbeiter:innen schwer getroffen worden seien. Außerdem ruft sie die NPA auf, gegen die Katastrophe aktiv zu werden: „Die NPA muss unverzüglich Teams bilden, die beim Wiederaufbau von Häusern, Deichen und landwirtschaftlichen Flächen helfen und sich um die Gesundheit der Menschen kümmern.“

Außerdem sollen die Bäuer:innen dazu motiviert werden, den Kampf aufzunehmen um staatliche Unterstützung für die Reparaturen, für eine Senkung der Grundrente und die Annulierung ihrer Schulden.


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