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Mittwoch, April 17, 2024
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    “Нет войне!” – Auch in Russland Proteste gegen den Krieg

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    Viele der linken Organisationen Russlands haben es sich zur Aufgabe gemacht, gegen die Kriegsentscheidung ihrer Regierung auf die Straße zu gehen. Der russische Staat beantwortet die Protestkundgebungen und Demonstrationen mit Repressionen.

    Anlässlich der Eskalation des Krieges in der Ostukraine und der gestarteten russischen Offensive wurden am 24. Und am 25. Februar vielerorts in Russland Gegenproteste und Demonstrationen organisiert. So gab es insgesamt rund 60 Antikriegsdemonstrationen im ganzen Land.

    Das russische Medienkollektiv OWD-Info, das Informationen zu polizeilicher Unterdrückung sammelt und veröffentlicht, berichtet von zahlreichen staatlichen Repressionen bei den politischen Versammlungen. Insgesamt sollen bisher über 1.000 Menschen festgenommen worden sein.

    Laut Augenzeug:innenberichten soll es in vielen Fällen zu Polizeigewalt gegenüber den Demonstrierenden gekommen sein. Vereinzelt gibt es auch Aufzeichnungen von Festnahmen oder Streitgesprächen zwischen Polizei und Protestierenden. So waren die Demonstrationen der Süddeutschen Zeitung zufolge vom russischen Staat nicht genehmigt worden – angeblich unter Berufung auf die Corona-Schutzverordnungen.

    Dies hielt die Demonstrierenden in Moskau, St. Petersburg, Jekaterinburg, Krasnodar und anderen Städten jedoch nicht davon ab, ihren Prostest zum Krieg des eigenen Landes auf die Straße zu tragen. Eine weit skandierte Parole war „Нет войне!“, also „Nein zum Krieg!“. Wer zu den Protesten aufruft und wie viele Menschen sich tatsächlich daran beteiligen, ist aktuell jedoch kaum nachvollziehbar.

    Unser Titelbild zeigt einen der Flyer, die aktuell auf den Demonstrationen verteilt werden. Zu lesen ist: “Ihr zahlt für Putins Krieg – Steuern, Abschottung, Armut, Engpässe, fehlende Informationen – kein Krieg!” und “Nein zur militärischen Invasion in der Ukraine: Frieden für die Leute, Krieg den Machthaber:innen”.

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