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Dienstag, April 23, 2024
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    Anzeichen für neue Weltwirtschaftskrise?

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    Bereits vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie war die Weltwirtschaft in einer tiefen Wirtschaftskrise und hat sie bis heute nicht überwunden. Führende Ökonomen warnen vor einer erneuten gravierenden Wirtschaftskrise, ausgehend von den Finanzmärkten.

    Der Präsident des “Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung” (DIW), Marcel Fratzscher, warnt in seinem alarmierenden Gastbeitrag im Handelsblatt am Freitag vor der steigenden Gefahr einer Finanzkrise in China. Laut Fratzscher würde eine in China ausbrechende Finanzkrise das Potential haben, andere Länder wie fallende Dominosteine mitzureißen und damit zu weltweiten Verwerfungen in der Weltwirtschaft zu führen. Die größten Gefahren sieht er im chinesischen Immobiliensektor und der stark ansteigenden privaten Verschuldung.

    Als Gründe nennt er unter anderem, dass China eine systemische Bedeutung gerade für viele Hightech-Produkte habe. Hier wären bei einer Krise noch massivere Störungen der Lieferketten als in den vergangenen Monaten das Resultat. Zudem ist China einer der größten Abnehmer deutscher Exporte. Die drei großen Autokonzerne Volkswagen, Daimler und BMW erzielen mehr als 30 Prozent ihrer Gewinne in China. Dadurch ist eine mögliche von China ausgehende Finanz- und Wirtschaftskrise für die die deutsche Wirtschaft besonders riskant. China hat zudem die Kontrolle über wichtige Rohstoffquellen wie seltene Erden.

    Auch größere geopolitische Auswirkungen könne eine Finanzkrise Chinas haben, so Fratzscher. Er warnt zudem davor, dass durch externe Konflikte von internen Problemen abgelenkt werden könne.

    US-Ökonom sieht Gefahr von Tag zu Tag wachsen

    Auch der US-Ökonom und Nobelpreisträger Robert Shiller sieht die Gefahr einer neuen tiefen Wirtschaftskrise immer weiter wachsen. Er warnt vor allem vor der steigenden Kriegsgefahr und der Kombination von steigenden Preisen und der einsetzenden Zinswende.

    Laut Shiller sind die wichtigsten Kurse an den Börsen massiv überbewertet und könnten in naher Zukunft bis zu 50% einbrechen. Die immer weiter steigende Inflation setzt die Zentralbanken stark unter Druck, die Zinsen zu erhöhen. Dies wiederum könne einen Crash an den Finanzmärkten auslösen, so der Ökonom.

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