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Samstag, Mai 25, 2024
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    Fast ein Drittel aller Fernzüge hatte im April Verspätung

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    Nur rund 69,1 Prozent der Fernzüge kam pünktlich am Ziel an. Grund seien vor allem Baustellen und Grenzkontrollen. Laut Deutsche Bahn besteht ein Investitionsstau von 60 Milliarden Euro. Die mangelhafte Infrastruktur in Kombination mit dem für dieses Jahr erwarteten Ansturm auf das 9-Euro-Ticket könnten zu noch mehr Verspätungen im Nah- und Fernverkehr führen.

    Laut eines Sprechers der Deutschen Bahn waren die Fernzüge im April diesen Jahres so oft unpünktlich wie sei 2015 nicht mehr. Grund dafür seien unter anderem Baustellen und Grenzkontrollen. Dabei gilt ein Fernzug grundsätzlich erst ab 6 Minuten Verspätung als unpünktlich. Zu Verspätungen führten besonders oft Baustellen in den Bereichen zwischen Berlin und München, Fulda und Frankfurt, Frankfurt und Köln, Karlsruhe und Basel sowie Stuttgart und Ulm.

    Nachdem es durch die Pandemie und die verschiedenen Corona-Maßnahmen zu erheblichen Einbrüchen bei der Anzahl der Reisenden gekommen war, zählte die Bahn nun in den Osterferien erstmals wieder so viele Fahrgäste wie vor der Coronapandemie. Durchschnittlich waren ICE- und IC-Züge nach Unternehmensangaben zu 54 Prozent ausgelastet, wobei über die Ostertage zusätzlich Sonderzüge eingesetzt wurden.

    Der Konzern machte klar, dass die Situation sich nicht zügig ändern werde. Viele Baustellen werden die Züge noch einige Jahre ausbremsen. In diesem Jahrzehnt werde die Bahn wahrscheinlich unter der Pünktlichkeitsquote von 85% bleiben.

    Nicht vorbereitet auf die kommende Zeit

    Die Ankündigung des 9-Euro-Tickets, das in allen Bussen und Regionalbahnen gelten wird, hat viele Menschen aufatmen lassen. Jedoch könnte bald ein böses Erwachen folgen.

    Bereits jetzt ist die Infrastruktur an Spitzenpunkten, wie etwa morgens im Berufsverkehr, an ihrem Limit. Viele Linien sind überfüllt, oft müssen Menschen in den Gängen stehen. Der Ansturm auf den Regionalverkehr könnte in Kombination mit den mangelnden Investitionen in die Bahninfrastruktur zu großen Frustrationen bei Reisenden führen.

    Auch wenn das 9-Euro-Ticket nicht für den Fernverkehr gilt, so teilen sich der Fern- und Nahverkehr größtenteils die selben Gleise und Bahnhöfe, womit die Überlastung auch im Fernverkehr spürbar sein wird. Für das laufende Jahr kündigte die Bahn Investitionen von rund 13,6 Milliarden Euro an.

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