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Dienstag, Juni 18, 2024
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    Noch nie so viele Reporter:innen in Haft

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    Laut der Nichtregierungsorganisation „Reporter ohne Grenzen“ sind im Jahr 2022 so viele Reporter:innen in Gefängnissen inhaftiert gewesen, wie nie zuvor.

    Momentan befinden sich mindestens 533 Journalistinnen und Journalisten in Haft, die allein auf Grund ihrer Arbeit festgenommen wurden, wie die Organisation “Reporter ohne Grenzen” berichtet. Die meisten davon befinden sich in China (110), Myanmar (62), Iran (47), Vietnam (39) und Belarus (31) im Gefängnis. Neben den Inhaftierungen wurden im Jahre 2022 auch mindestens 57 Journalist:innen getötet. Das ist ein Anstieg von 19% im Vergleich zum Jahr 2021. Der Krieg in der Ukraine hat ebenso dazu beigetragen, dass die Repression gegen Reporter:innen in Russland zugenommen hat. Momentan sitzen mindestens 18 Personen hinter Gittern.

    Dass es dabei um die Unterbindung journalistischer Tätigkeit geht, zeigt sich darin, dass rund 64% der Journalist:innen ohne jedes Gerichtsverfahren eingesperrt sind. Nur etwa ein Drittel wurde offiziell verurteilt.

    Neben der Gefahr, aus Kriegsgebieten wie der Ukraine oder Syrien zu berichten und dabei in Kampfhandlungen verwickelt zu werden, besteht das größte Risiko für Journalisten:innen darin, wenn sie von Korruption oder dem organisierten Verbrechen berichten wollen. Der Großteil der getöteten Reporter:innen stammt nicht aus offiziellen Kriegsgebieten, sondern aus Ländern wie Mexiko, in denen Drogenkartelle dominant sind.

    Neben der gezielten Tötung und Inhaftierung werden Journalist:innen auch entführt, um sie an ihrer journalistischen Arbeit zu hindern. Momentan gelten in Syrien 42 Personen und im Irak und dem Jemen jeweils 11 Personen als entführt.

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