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Montag, Februar 26, 2024
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    Drohnenabsturz: Schuldzuweisungen und Poker um die Bergungsarbeiten

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    Am vergangenen Dienstag stürzte eine amerikanische Überwachungs- und Kampfdrohne über dem Schwarzen Meer ab. Sie versank in der Nähe der Halbinsel Krim im Meer. Zuvor kam es womöglich zu einer Konfrontation mit russischen Kampfjets. Russland leugnet bisher, die Drohne „runtergeholt“ zu haben. Die USA planen eine Veröffentlichung, die eben dies beweisen soll.

    In internationalem Luftraum, aber in deutlicher Nähe zu russischem und ukrainischem Staatsgebiet, kam es am vergangen Dienstag zu einer weiteren Eskalation im Rahmen des Ukrainekriegs. Laut der Aussage des amerikanischen Verteidigungsministeriums wurde die eigene Drohne absichtlich bzw. grob fahrlässig von zwei russischen Kampfjets umkreist und in einem Abfangmanöver am Propeller getroffen. Daraufhin soll die Drohne von der Steuerung gezielt im Schwarzen Meer versenkt worden sein.

    Derweil bestreitet Russland, direkt für den Absturz der Kampfdrohne verantwortlich zu sein. Hingegen seien es die USA, die mit dem bewussten Vordringen in die Nähe des russischen Staatsgebiets und des Kriegsschauplatzes eine mögliche Eskalation provoziert hätten.

    Bergungsarbeiten als weiterer Eskalationspunkt

    Russland spricht nun davon, die versunkene Drohne bergen zu wollen. Ein schwieriges Unterfangen, da sie schätzungsweise 1.200 m bis 1.500 m tief im Schwarzen Meer liegt. Auch das amerikanische Verteidigungsministerium spricht davon, „Maßnahmen“ ergreifen zu wollen, um die Drohne entweder zu bergen oder zumindest die gespeicherten Information zu löschen bzw. unbrauchbar zu machen. So hätten die USA zwar aktuell keine Schiffe in dem Gebiet, dafür aber „Freunde vor Ort“, welche die Drohne bergen könnten.

    So werfen die beiden Staaten sich gegenseitig weiter Provokationen und Eskalation des Konflikts vor, betonen aber weiterhin, die Gesprächskanäle offen halten und keine militärische Konfrontation zu wollen.

    Dass die USA die Ukraine im Krieg gegen Russland immer wieder mit zur Verfügung gestellten Spionagedaten und Luftbildern unterstützen, ist mehrmals öffentlich bestätigt worden. Einige Analyst:innen gehen sogar davon aus, dass die ukrainische Armee bereits geschlagen wäre, wenn sie nicht über die hochentwickelte technische Unterstützung aus Washington verfügen würde.

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