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Samstag, März 2, 2024
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    Streik an Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden

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    An den Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden sind die Beschäftigten in den Streik getreten. Laut der Gewerkschaft ver.di soll dieser bis Dienstag 0 Uhr andauern. Grund für den Streik sind die Tarifverhandlungen mit der Mitteldeutschen Flughafen AG.

    Seit Sonntag 18 Uhr haben die Arbeiter:innen an den Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden die Arbeit niedergelegt. Der Warnstreik soll bis zum 30. Januar um 0:00 Uhr andauern, und es ist mit hoher Beteiligung der Belegschaft verbunden. Er findet im Rahmen der Tarifverhandlungen zwischen ver.di und der Mitteldeutschen Flughafen AG statt.

    Am Streik nehmen die Feuerwehr, Verwaltung, Technik sowie das Bodenverkehrspersonal, das für Be-/Entladung und Betankung der Flugzeuge verantwortlich ist. Am Sonntagabend und Montagmorgen haben sich die Streikenden zu Kundgebungen am Flughafen Leipzig/Halle versammelt.

    Gründe für den Streik

    Hauptgrund für den Warnstreik ist die fehlende Bereitschaft der Geschäftsführung, auf die Forderungen der Gewerkschaft einzugehen. Die Löhne der Arbeiter:innen bei der Mitteldeutschen Flughafen AG liegen 25% unter dem bundesweiten Durchschnitt, obwohl die Wochenarbeitszeit hier höher liegt.

    Die Angebote der Unternehmer:innen zeigen diese fehlende Bereitschaft deutlich: Es werden einmal gerade 1,5% Lohnerhöhung und 1.200 € Inflationsausgleich geboten, was immer noch weit unter dem Durchschnitt der Branche liegt. Zudem soll die Belegschaft laut ver.di mit Annahme des Angebots auf freie Tage, Zuschläge und Sonderzahlungen verzichten.

    Schon die Forderungen der Gewerkschaft von 650 € Lohnerhöhung und einem Inflationsausgleich von 3.000 € bedeuten für die Arbeiter:innen am Flughafen einen klaren Reallohnverlust. Vor diesem Hintergrund ist das Angebot der Gegenseite für die Belegschaft nicht hinnehmbar.

    Hohe Beteiligung unter den Arbeiter:innen

    Die Kampfbereitschaft unter den Arbeiter:innen ist hoch, und nach dem Angebot hat sie sich weiter gesteigert: Sie zeigt deutlich, dass die Belegschaft weder die Niedriglöhne noch den Angriff auf ihre Arbeitsbedingungen hinnehmen und sich zahlreich am Arbeitskampf beteiligen wird. Ungefähr 200 Beschäftigte schlossen sich dem Streik bislang schon an. Die Beteiligung ist so hoch, dass alle Passagierflüge und einige im Frachtverkehr gestrichen wurden.

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