Die Angestellten des Autozulieferers GM&S haben ihre Fabrik besetzt und drohen, diese in die Luft zu jagen.

Seit einigen Monaten steht die Fabrik des Autozulieferers GM&S bereits unter Insolvenzverwaltung. Die rund 280 Angestellten bangen um ihre Arbeitsplätze. Da die beiden Hauptkunden der Fabrik, die Autohersteller Renault und Peugeot, bisher nicht auf die Forderung der ArbeiterInnen zur Rettung der Fabrik reagiert haben, haben diese nun die Fabrik besetzt.

Bereits am Donnerstag begannen die ArbeiterInnen damit, einzelne Maschinen zu zerstören. So seien nach verschiedenen Medienberichten eine Blechpresse und ein Punktschweißgerät mit Schweißbrennern zerlegt und verschrottet worden. Zudem sollen rund um das Fabrikgebäude Gasflaschen und Benzinkanister verteilt worden sein, um – falls erforderlich –  die gesamte Fabrik zu zerstören.

„Wenn wir liquidiert werden, wird kein Werkzeug die Fabrik verlassen“, wird einer der streikenden Arbeiter vom Fernsehsender BFMTV zitiert. Sollte sich kein Investor für die Fabrik finden lassen, wollen die ArbeiterInnen die Fabrik mit allen Produktionsmitteln zerstören.

Patrick Marais, einer der kämpfenden Arbeiter, der seit 26 Jahren in der Fabrik arbeitet, sagte gegenüber der Zeitung Neues Deutschland, dass es nun um alles oder nichts gehe. „Wir sind alle sehr besorgt, denn wir haben schließlich Familien, die auf unser Einkommen angewiesen sind. Wenn wir arbeitslos werden, finden wir in dieser Gegend weit und breit keinen neuen Job.“