Mehrere hundert Flüchtlinge konnten durch den Einsatz des neuen „Sea-Watch“-Flugzeugs gerettet werden.

Die deutsche Hilfsorganisation „Sea-Watch“ konnte nach eigenen Angaben durch den Einsatz eines Flugzeugs die Rettung von mehreren Hundert Flüchtlingen von Booten im Mittelmeer ermöglichen. „Wir konnten der Rettungsleitstelle in Italien inzwischen mehr als zehn Flüchtlingsboote melden. Dadurch konnten wir verhindern, dass die Flüchtlinge ertrinken“, so der Projektkoordinator und Fotojournalist Ruben Neugebauer gegenüber dem Evangelischen Pressedienst. Seit Mitte April 2017 setzt die Organisation gemeinsam mit der „Humanitarian Pilots Initiative“ zusätzlich zu Ihrem Seenotrettungsschiff ein Flugzeug ein, um vor der Küste Libyens Flüchtlingsboote zu suchen und die Flüchtlinge vor dem Ertrinken zu retten.

Allein im vergangenen Jahr war der privat finanzierte und ehrenamtlich organisierte Verein Sea-Watch an der Rettung von rund 20.000 Flüchtlingen beteiligt. Hinzu kommen 2.500 Flüchtlinge, denen bereits in diesem Jahr durch Einsätze geholfen werden konnte. „Mit dem Flugzeug können wir einen erheblich größeren Bereich überwachen als mit Booten“, so Neugebauer weiter. Das Flugzeug ist auf der Insel Malta stationiert und sucht von dort aus das Mittelmeer nach Flüchtlingsbooten ab. Sea-Watch ist zur Zeit mit einem Schiff auf dem Mittelmeer zur zivilen Seenotrettung unterwegs. Ein weiteres Schiff wird gerade für den Rettungseinsatz umgebaut.