Verschiedenen Studien zufolge sind insbesondere ErzieherInnen überdurchschnittlich häufig von psychischen Erkrankungen wie Depression oder Burnout betroffen.

Eine Studie der „Techniker Krankenkasse“ aus dem Jahr 2015 kommt zu dem Ergebnis, dass ErzieherInnen durchschnittlich 18,9 Tage im Jahr fehlten: Vier Tage mehr als durchschnittliche ArbeiterInnen oder Angestellte. 4,1 dieser Krankentage wurden mit psychischen Erkrankungen begründet.

Im Zeitraum von 2001 und 2010 ist zwar im gesamtdeutschen Durchschnitt aller Berufsgruppen die Zahl der Berufsunfähigkeitstage gesunken. Bei den im Sozial- und Erziehungsbereich Tätigen ist sie jedoch gestiegen. Die Anzahl der Krankschreibungen pro 100 Versicherte habe sich in diesem Zeitraum von 110 auf 122 erhöht.

Eine Studie der Unfallkasse NRW belegt, dass jede zehnte in einem Erziehungsberuf tätige Person in NRW an einem Burnout-Syndrom leidet. Der Studie zufolge sind wesentliche Faktoren, die zu dieser hohen Zahl von Erkrankten führen, der niedrige Personalschlüssel, häufiger Zeitdruck in Kombination mit der hohen Verantwortung der ErzieherInnen für die von ihnen betreuten Kinder. Außerdem verschärfe der permanent hohe Krankenstand in den Erziehungseinrichtungen das Problem, da der Ausfall von KollegInnen den Stress erheblich steigere und somit weitere Belastung und mögliche Erkrankung für die verbliebenen ErzieherInnen bedeute.