„Identitäre Bewegung“ will Rettungsboote in Italien blockieren, damit sie keine Flüchtlinge im Mittelmeer retten können.

Die rechte „Identitäre Bewegung“ hat in Österreich und Italien eine Spendenkampagne gestartet, mit deren Geld sie eigene Schiffe chartern möchte, um das Auslaufen von Rettungsbooten aus italienischen Häfen zur Flüchtlingsrettung zu verhindern. Bereits seit Mitte Mai läuft die Spendenkampagne im Internet. Dabei wurden bisher mehr als 60.000€ für die menschenverachtende Aktion der Faschisten gespendet.

Dass es die rechte Bewegung mit ihrer Aktion durchaus ernst meint, zeigte sie bereits im Mai. Mit einem gemieteten Boot blockierte eine Gruppe Faschisten in der Nähe der italienischen Stadt Catania die Ausfahrt eines Rettungsboots, bis die Küstenwache einschritt.

Als Gegenreaktion auf den Spendenaufruf der Faschisten startete die britische Journalistin Caroline Criado-Perez am vergangenen Wochenende ebenfalls eine Spendenkampagne, die sich gegen die rechte Instrumentalisierung des Terrors richtet und deren Erlös Hilfsorganisationen wie „Ärzte ohne Grenzen“ zugute kommen soll. Innerhalb von 24 Stunden wurden rund 75.000€ gespendet.