Mehrere hundert Menschen haben am vergangenen Wochenende am 3. Ivana Hoffmann-Festival teilgenommen. Das diesjährige Motto: „Ivana lebt in unserer Liebe. In allen Farben kämpfen wir.“ 

Im Andenken an die 2015 in Rojava/Nordsyrien im Kampf gegen den sogenannten „Islamischen Staat“ getötete Ivana Hoffmann fand am 17.06. wieder ein Festival in Duisburg statt. Das mittlerweile 3. Ivana Hoffmann-Festival trug das Motto „Ivana lebt in unserer Liebe. In allen Farben kämpfen wir.“ und sollte die Vielseitigkeit Ivana Hoffmanns betonen, wie eine Rednerin des Vorbereitungskomitees zu Beginn der Veranstaltung erklärte. Das Motto war auf dem ganzen Festival-Gelände durch die Farben des Regenbogens repräsentiert.

Vor dem eigentlichen Festival zogen 150 Personen in einer Gedenkdemonstration vom Duisburger HBF zum Veranstaltungsort in der Innenstadt. Die DemonstrantInnen trugen Bilder von verstorbenen InternationalistInnen und ermordeten LGBTI*-AktivistInnen. Sie skandierten Parolen wie „Von Duisburg bis nach Rojava – In unser’m Kampf lebt Ivana!“ und „Widerstand hat einen Namen – Ivana Hoffmann!“.

Auf dem Festival-Gelände hatten verschiedene linke und revolutionäre Organisationen ihre Zelte aufgeschlagen, um Flugblätter zu verteilen, Bücher zu verkaufen oder Unterschriften zu sammeln, beispielsweise für die in der Türkei immer noch inhaftierte deutsche Journalistin Mesale Tolu. Wie jedes Jahr wurde ebenfalls die „Ivana-Ausstellung“ gezeigt, in der viele persönliche Gegenstände und Fotos an die junge Gefallene erinnern.

Das Bühnenprogramm wurde – fast schon traditionell – von Ivanas Mutter eröffnet, die sich bei den FreundInnen und GenossInnen Ivanas dafür bedankte, immer für sie da zu sein und den Namen ihrer Tochter in Erinnerung zu behalten. Musikalisch wurde den, über den Tag verteilten, mehreren hundert Gästen ein internationales Angebot aus Rap, Latinrock, ArbeiterInnenliedern, wie auch kurdischer und türkischer Folklore geboten. Zwischen den Bandauftritten gab es immer wieder Grußworte zu aktuellen Themen wie dem YPG-Fahnenverbot, den zehn in Deutschland im Gefängnis sitzenden Mitgliedern von „ATIK“ (Konföderation der Arbeiter aus der Türkei in Europa) sowie Reden politischer Organisationen, wie beispielsweise der „MLKP“ (Marxistisch-Leninistische Kommunistische Partei), unter deren Fahne Ivana in Rojava gegen den „Islamischen Staat“ kämpfte.

Am Sonntag folgte abschließend eine Podiumsdiskussion. Auf dem Podium saßen Ozan Ugur von „Yeni Kadin“ (Neue Frau), Levent Cakir als Mitglied des Europarats des „HDK“ (Demokratischer Kongress der Völker) wie auch ein Aktivist der Gruppe „Red London“, der ebenfalls als Internationalist in Rojava war. Den Schwerpunkt der Podiumsdiskussion bildete die Bedeutung Ivana Hoffmanns für alle in den verschiedensten Zusammenhängen aktiven PodiumsteilnehmerInnen, für die Engagierten der LGBTI*- Bewegung und der revolutionären Bewegung.

 

Hier gibt es einen Videobericht vom Festival von Perspektive TV: Link

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