Mehrere Provokationen zwischen Militärflugzeugen der NATO und Russlands. Auch in Syrien steigt die Gefahr der offenen Konfrontation.

Innerhalb der letzten Tage ist es zu mehrerern Zwischenfällen im Luftraum über der Ostsee gekommen.

Am Montag hatte sich ein ein russischer Kampfjet einem US-Spionageflugzeug  genähert. Dabei kam es zu Manövern, die von der jeweils anderen Seite als `provokant‘ empfunden wurden. Das russische Jagdflugzeug vom Typ „SU-27“ und die amerikanische Boeing „RC-135“ näherten sich bis auf eineinhalb Meter an.

Am Dienstag kam es dann zu einer Reaktion von Seiten der Amerikaner. So versuchte sich ein NATO-Kampfflugzeug vom Typ „F-16“ dem Flugzeug des russischen Verteidigungsministers, Sergei Schoigu, zu nähern. Zwischen die beiden Maschinen stellte sich dann aber wieder eine russische „SU-27“, die den Minister begleitete. Anschließend  zog sich der NATO-Jäger zurück.

In Syrien ist die Situation mittlerweile bereits auf einer höheren Eskalationsstufe angelangt. Dort hat Russland am Montag erklärt, dass sie künftig jedes fremde Flugzeug ins Visier nehmen werde, das westlich des Euphrat operiere. Der Fluss verläuft durch die Mitte Syriens. Die Truppen des syrischen Machthabers Assad, der von der russischen Großmacht  gestützt wird, kämpfen haupsächlich um den Einfluss im Westen. Am Wochenende war ein syrischer Jagdbomber von den US-Luftstreikräften abgeschossen worden. Daraufhin stieg Russland aus einem Abkommen über die Vermeidung von Luftzwischenfällen mit den USA aus. Damit rückt die Gefahr näher, dass der Stellvertreterkrieg in Syrien zu einer direkten militärischen Konfrontation der beiden Großmächte führen könnte.