In einem Dortmunder Hochhaus benötigte die Eigentümerin „Vonovia“ drei Wochen für eine dringend benötigte Reparatur und hinderte damit drei Personen am Verlassen des Hauses.

Am 29. Juni fiel in einem 8-stöckigen Hochhaus in Menglinghausen, einem Stadtteil Dortmunds, der Aufzug aus. Die Bewohner des Hauses, unter denen auch mehrere gehbehinderte Menschen waren, mussten lange warten, bis sich die Eigentümerin „Vonovia“ um das Problem kümmerte. Erst nach 3 Wochen organisierte sie eine Reparatur-Firma, die den Aufzug wieder zum Laufen brachte. Laut Medienberichten wurde sich erst, nachdem sich ein Bewohner des Hauses an die Redaktion der Ruhrnachichten wandte, näher damit befasst.

Der Bewohner, Sajjad Fatahi, versuchte es erst bei Vonovia selbst, dort bekam er die Auskunft, dass man auf ein Ersatzteil warte. Als dann nach mehreren Tagen nichts passierte, rief er bei der Reparaturfirma selbst an, doch diese wusste anscheinend nichts von einem Reparaturauftrag. Erst nachdem die Recherche der Journalisten begann und Bewohner ihre Miete um 15 % minderten, wurde Vonovia aktiv und am 18. Juli wurden die Mängel an dem Aufzug behoben.

„Es leben zwei körperlich behinderte Menschen im Haus. Auch meine Mutter konnte seit dem 29. Juni nicht mehr aus der Wohnung“, so Herr Fatahi zu der Situation im Hochhaus. Die Pressesprecherin der Venovia, Bettina Benner, erklärte „Die hätten sich bei uns melden können, dann hätten wir mit einem Trageservice geholfen. Wir haben eine Service-Nummer auf dem Aushang hinterlassen“. Dieser Aushang über den kaputten Aufzug allerdings hing nur im Erdgeschoss. Zuletzt räumt Frau Benner ein: „Da ist in der Kommunikation etwas schiefgelaufen“.