12.000 demonstrieren gegen Einzug der AfD in den Bundestag

Am vergangenen Sonntag haben mehr als 12.000 Menschen gegen den Einzug der rechten Partei „Alternative für Deutschland“ in den Bundestag demonstriert. Deutlich mehr Menschen, als von den OrganisatorInnen erwartet, beteiligten sich an der Demonstration vor der – am kommenden Dienstag stattfindenden – ersten (konstituierenden) Sitzung des neu gewählten Bundestags.

Die Demonstration wolle ein Zeichen „gegen Hass und Rassismus im Bundestag“ setzen, so die VeranstalterInnen. Unterstützt wurde die Kundgebung von zahlreichen Organisationen und Künstlern, welche auf einer Bühne vor dem Brandenburger Tor auftraten, so etwa die Bands „Culcha Candela“, „Astrid North“ und „Bernadette La Hengst“.

Auf hunderten Plakaten brachten die Demonstrierenden ihren Unmut über den Einzug der Rechten zum Ausdruck: „Meine Stimme gegen Hetze“, „Gegen Rassismus im Bundestag“ oder „Mein Herz schlägt für Vielfalt“ waren dort zu lesen. Zudem fanden sich die Forderungen „Bundestag nazifrei“ und „Unsere Alternative heißt Solidarität“ auf vielen Schildern der Versammelten.

Doch nicht nur zur AfD fanden die Organisatoren deutliche Worte. Der Bundestag dürfe „nicht zum Sprachrohr für Rassismus und Diskriminierung werden“, so die OrganisatorInnen. „Wir wollen nicht, dass bürgerliche Parteien nach rechts rücken“, hieß es weiter mit Blick auf die Debatte über den Umgang mit der AfD und das Übernehmen verschiedener politischer Forderungen der AfD etwa durch die CDU/CSU und FDP.