Bundesweite Proteste der Kampagne „Jetzt schlägt‘s 13“ gegen die Arbeitsbedingungen bei der Modekette H&M.

In rund 20 deutschen Städten fanden am vergangenen Freitag, den 13. Oktober, Protestaktionen vor Filialen der internationalen Modekette Hennes & Mauritz (H&M) statt, um auf schlechte Arbeitsbedingungen aufmerksam zu machen. Organisiert wurde der Aktionstag von der „aktion ./. arbeitsunrecht“.

H&M war unter anderem deshalb in den Fokus der Initiative geraten, da der Konzern sich besonders durch belastende Arbeitsverträge mit flexiblen Arbeitszeiten („Flex-Verträge“), durch aggressives Vorgehen gegen Betriebsräte („Union-Busting“) und massiven Arbeitsplatzabbau auszeichnet. Die Modekette wurde zuvor im Internet zum schlimmsten Arbeitgeber gewählt.

Elmar Wigand, Sprecher der Initiative, zog nach dem Aktionstag folgendes Resümee: „Der Aktionstag war ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer radikalen Bürgerrechtsbewegung für Demokratie und Menschenrechte in der deutschen Arbeitswelt. Auch wenn dieses Ziel noch längst nicht erreicht ist, haben wir die erste Etappe dorthin geschafft.“

In einer ersten Auswertung des Aktionstages betont die Initiative zudem, dass bei jeder einzelnen Aktion gegen „Union-Busting“ und Betriebsratsbekämpfung von entscheidender Bedeutung sei, die Interessen der gesamten arbeitenden Bevölkerung in den Mittelpunkt zu rücken. Dies sei bei dem Protesttag gegen H&M gelungen und gerade deshalb sei dieser so erfolgreich gewesen.