5000 weitere Reichsbürger seit 2016 – Anstieg um 50% innerhalb eines Jahres.

Laut des deutschen Innlandgeheimdienstes „Bundesamt für Verfassungsschutz“ (BfV) ist die Zahl der Reichsbürger auf 15.000 Personen deutschlandweit gestiegen.  Im Jahr 2016 waren es laut BfV noch 10.000  Personen

„Reichsbürger“ sind der Meinung, dass das „deutsche Reich“ in den Grenzen von 1914 oder 1937 nach wie vor bestehe. Sie akzeptieren die Bundesrepublik Deutschland nicht als Staat. Einige behaupten, die Weimarer Reichsverfassung würde noch bestehen, andere sprechen davon, dass nach dem Sieg der Alliierten (USA, Russland, Frankreich, Großbritanien) über den Hitlerfaschismus niemals ein deutscher Staat mit eigener Verfassung entstanden, sondern bis heute besetzt sei. Sie geben sich selbst Titel wie „Fürst“ oder „Präsident“ und deklarieren ihr Grundstück als selbstständigen Staat. Öffentlich agieren die Reichsbürger zum Beispiel über Internetseiten wie „staatenlosinfo.org“.

Im Oktober des Jahres 2016 wurde ein SEK-Beamter durch einen Reichsbürger erschossen, die Polizei wollte das Waffenarsenal des Mannes beschlagnahmen. Im August 2016 wurde ein Polizist durch Schüsse eines Reichsbürgers verletzt. Rund 700 Reichsbürger haben einen offiziellen Waffenschein.

Obgleich es sich bei Reichsbürgern oftmals um Menschen handelt, die glauben noch im dritten Reich zu leben, stuft das BfV für das Jahr 2017 nur rund 900 Reichsbürger als „Rechtsextremisten“ ein. 2016 seien es noch 500 gewesen.

Dem BfV wird vorgeworfen, die Reichsbürger-Bewegung jahrelang verharmlost zu haben. Im Jahre 2015 kam das Wort „Reichsbürger“ noch nicht einmal im jährlichen Bericht des BfV vor. Dabei sind unter Reichsbürgern auch immer wieder selbst hochrangige Polizisten und Soldaten zu finden.