Mehr als 930 JournalistInnen wurden in den vergangenen zehn Jahren bei ihrer Arbeit getötet.

Die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) hat einen Bericht vorgelegt, demzufolge allein in den letzten zehn Jahren fast 1000 JournalistInnen während ihrer Arbeit ermordet wurden. 930 bestätigte Fälle zählt die Statistik der Organisation.

Von den gezählten Morden sei nur jeder zehnte Tod aufgeklärt worden. Bei den restlichen Fällen liegen Täter oder Motiv weiter im Dunkeln. Allein 2016 seien dem Bericht zufolge 103 JournalistInnen getötet worden.

Mit 94% waren die meisten von ihnen LokaljournalistInnen. Besonders der Anteil von Frauen habe sich seit 2006 verdoppelt, so die Organisation. Die für JournalistInnen gefährlichsten Länder seien demnach Afghanistan und Mexiko, in denen allein im letzten Jahr jeweils 13 JournalistInnen ermordet worden seien. Die insgesamt gefährlichste Region sei der mittlere Osten, insbesondere wegen der Konflikte in Syrien, Irak und Jemen.

Der Bericht wurde am Montag anlässlich des Internationalen Tags gegen die Straflosigkeit für Verbrechen an JournalisItnnen am 2. November veröffentlicht.

Erst am 16. Oktober war die Journalistin Daphne Caruana bei einem gezielten Autobombenanschlag auf Malta getötet worden. Nachdem sie den Zündschlüssel umdrehte, explodierte ihr gemieteter Peugeot 108. Die Täter sind bislang unbekannt. Caruana Galizia hatte wegen vorausgegangener Morddrohungen mehrfach Strafanzeige erstattet (Link).