Berlin wächst – Brandenburg schrumpft.

Die Abwanderung aus Brandenburg scheint nicht aufzuhören: Nach Sachsen-Anhalt weist Brandenburg gemeinsam mit Thüringen mittlerweile das höchste Durchschnittsalter in Deutschland auf. Insgesamt haben 47% der brandenburgischen Gemeinden eine höhere Sterbe- als Geburtenrate und verzeichnen deutliche Wanderungsverluste. Dies hat eine Analyse vom „Leibniz-Institut für Länderkunde“ (IfL) in Leipzig ergeben.

Laut der Untersuchung gebe es drei »Siedlungsringe« um Berlin: Die Städte und Gemeinden im äußersten Ring schrumpften und „entleeren“ sich. Im Inneren Ring gehe diese Entwicklung ebenso voran, nur verlangsamt. Im Ring des berlinnahen Raums dagegen gibt es weiteren Zuwachs. Berlin selbst rechnet mit knapp 200.000 neuen Einwohnern bis 2030. Damit zeigen sich ähnliche Entwicklungen wie in den sogenannten `Dritte Welt‘-Ländern, wo große Knotenpunkte entstehen und immer mehr Menschen vom Land wegziehen. Dies führt zu steigenden Mieten in den Metropolen und zur Verarmung auf dem Land.