„Untypische“ Beschäftigungsverhältnisse sind verbreitet.

Arbeit findet für viele Menschen auch dann statt, wenn sie eigentlich frei haben sollten: am Wochenende, an Sonn- und Feiertagen, am Abend, in der Nacht. Das ergibt die Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linken-Bundestagsabgeordneten Jutta Krellmann die der Süddeutschen Zeitung vorliegt. Die wichtigsten Punkte im Überblick:

  • Rund 5% aller abhängig Beschäftigten hatten 2016 eine Stelle mit „Überlangen“ Arbeitszeiten.
  • Knapp 25% arbeitete „ständig oder regelmäßig“ am Wochenende.
  • Fast 14% auch an Sonn- und Feiertagen.
  • Für 15,6% gehört Schichtarbeit zum Alltag.
  • Jede/r Vierte arbeitete abends.
  • Knapp jede/r Zehnte in der Nacht.

Die Zahlen haben sich zum Zeit vor zehn Jahren nicht wesentlich verändert. Nur der Anteil von ArbeiterInnen an Sonn- und Feiertagen stieg von 12,3 auf knapp 14%. Auch der Anteil der SchichtarbeiterInnen stieg von 14,5 Prozent 2006 auf 15,6 Prozent 2016.

Bei den Zahlen handelt es sich um die offiziellen Zahlen des statistischen Bundesamts. Die Tausenden nicht aufgeschriebenen Überstunden, Schwarzarbeit, der gesamte informelle Sektor tauchen hier nicht auf.