Die hervorragende wirtschaftliche Situation Deutschlands soll sich auch in den Löhnen widerspiegeln.

Momentan beträgt der Mindestlohn 8,84 € pro Stunde – ein Lohn, von dem viele nicht leben, geschweige denn gut leben können. Dennoch wird seit Langem von einer vortrefflichen wirtschaftlichen Lage Deutschlands gesprochen. Reiner Hoffmann, Vorsitzender des DGB, fordert nun: „Wir haben aktuell eine exorbitant gute wirtschaftliche Situation und einen extrem stabilen Arbeitsmarkt. Wir können uns auf einen höheren Mindestlohn einigen als die 9,19 Euro, die sich aus der Entwicklung der Löhne ergeben“. Er bezieht sich dabei auf eine Berechnung des statistischen Bundeslandes, die regelmäßig die Lohnentwicklung angibt. Seit der Mindestlohn 2015 eingeführt wurde, wird der alle zwei Jahre angepasst, mit dem Ziel, dass er „existenzsichernd“ bleibt. Der DGB stellt heraus, dass ein fairer Lohn auch die wirtschaftliche Gesamtlage zu berücksichtigen hat. Ist die wirtschaftliche Situation – wie momentan in Deutschland – sehr gut, so müsse sich das auch in den Löhnen niederschlagen, fordern sie.

Seit seiner Einführung ist der Mindestlohn um nicht einmal 2% jährlich gestiegen. Das entspricht nur einem knappen Ausgleich der Inflationsrate.