VW hat 2017 so viel Gewinn gemacht wie noch nie zuvor in seiner Geschichte.

Trotz Krisen und Skandalen konnte VW seinen Gewinn im vergangenen Jahr deutlich erhöhen. Weder die Diesel-Manipulationnen, noch mögliche Fahrverbote in Innenstädten oder Abgastests an Affen und Menschen konnten die Gewinne des Wolfsburger Autoherstellers schmälern.

Mit allein 11,4 Milliarden Euro Gewinn durch den Verkauf seiner Hauptmarke hat VW den höchsten Milliarden-Überschuss in seiner Geschichte erwirtschaftet. Damit verdoppelt der Konzern seinen Gewinn gegenüber dem Vorjahr und übertrifft nochmals die Rekordergebnisse vor der Diesel-Krise.

Auch wenn Analysten noch höhere Gewinne vorhergesagt hatten, konnte VW seinen Umsatz um 6,2 Prozent auf 230,7 Milliarden Euro erhöhen. Weltweit verkaufte das Unternehmen im vergangenen Jahr mehr als 10,7 Millionen Fahrzeuge, auch dies ein Plus von 4,3 Prozent. Damit bleibt VW weiterhin der weltgrößte Autohersteller, knapp vor Toyota mit 10,5 Millionen verkauften Autos (Link).

Die großen Gewinne dürften vor allen die VW-Aktionäre freuen: Die diesjährige Rendite auf VW-Aktien dürfte doppelt so hoch wie im vergangenen Jahr ausfallen. Statt 1,90 Euro werden pro Anteilsschein nun 3,90 Euro ausgezahlt werden. Profitieren werden davon vor allem die Stamm-Aktionäre, die Familien Porsche und Piech, das Land Niedersachsen und das Emirat Katar.

Trotz dieser traumhaften Rekordgewinne werden die ArbeiterInnen bei VW durch den neu ausgehandelten Tarifvertrag nicht einmal zwei Prozent mehr Lohn bekommen.