Französische Polizei und Gendarmerie gehen mit Großaufgebot gegen die Besetzung des Flughafengeländes bei Nantes vor

Seit Montagnacht zieht die französische Polizei mit mehr als 2500 Beamten und gepanzerten Fahrzeugen gegen die Besetzung eines 400 Hektar großen Flughafengeländes bei Nantes „zu Felde“. Die französische Regierung hatte die Planung zum Neubau eines Flughafens auf dem besetzten Gelände Anfang des Jahres, nach fast 50 Jahren, zwar aufgegeben, geräumt wird trotzdem.

Seit den 70er Jahren protestieren Umweltschützerinnen, AnwohnerInnen und BäuerInnen gegen den geplanten Großflughafen. Seit über einem Jahrzehnt ist das Gebiet nun von mehr als zweihundert AktivistInnen besetzt, welche auf dem Gelände rund einhundert Häuser und Hütten errichtet haben. Diese sollen nun mit Gewalt geräumt und zerstört werden.

Der eigentliche Grund für die Räumung ist mit der Einstellung des Flughafenprojektes zwar weggefallen, trotzdem begannen die Beamten Montagnacht um kurz nach 3 Uhr mit dem Vormarsch auf das besetzte Gebiet und setzten dabei Tränengas- und Blendgranaten ein.

Das besetzte Gebiet ist weltweit unter dem Namen „ZAD“ („Zone à défendre“ – die zu verteidigende Zone) bekannt geworden. Allein in der Nacht zum Montag sollen sieben Menschen verhaftet worden sein. Auch am Dienstag gingen die Polizisten weiter gegen die Besetzer vor. Hierbei sollen mindestens 20 DemonstrantInnen verletzt worden sein, unter ihnen drei schwer, so berichten die französischen AktivistInnen (zad.nadir.org).

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