Der faschistische Politiker Matteo Salvini sorgt mit antiziganistischer Aussage für Empörung

Der italienische Innenminister Matteo Salvini will Sinti und Roma in Italien zählen lassen. Dann könnten diejenigen ohne italienische Staatsbürgerschaft abgeschoben werden. Die mit italienischen Pass müsse man „leider“ behalten, wie er gegenüber einem Regionalsender erklärte.

Von den rund 170.000 Roma und Sinti ist die große Mehrheit ItalienerIn, hat einen festen Wohnsitz und einen regulären Arbeitsplatz. Laut der italienischen Verfassung ist es verboten, ein Verzeichnis einer Bevölkerungsgruppe anzulegen, woran auch der italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte erinnern musste.

Erst im letzten Jahr war eine umfassende Volkszählung durchgeführt worden. Besondere Zählungen, wie sie Salivni vorschlägt, hatte es zuletzt zur Zeit des Faschismus gegeben, als Juden gezählt wurden.

Die Aussage Salvinis löste große öffentliche Empörung aus. Die La Repubblica, eine der bedeutendsten Tageszeitungen in Italien, sprach von einem „Schock“. Darauf reagierte Salvini per Twitter : „Jemand spricht von ‚Schock‘. Warum??? Ich denke auch an die armen Kinder, denen Diebstahl und Illegalität beigebracht wird“. Damit schürte er erneut antiziganistische Vorurteile.

Matteo Salvini, auch stellvertretender Ministerpräsident Italiens, ist Parteisekretär der faschistischen Partei „Lega Nord“, die Teil der neuen italienischen Regierung ist. Sie steht bereits seit Langem für einen offen rassistischen Kurs.

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