Preissteigerungen um bis zu 200% in Großstädten. Tausende demonstrieren in Hamburg für bezahlbaren Wohnraum.

Vergleichbar zu den Mietkosten sind auch die Preise für Wohnungen und Eigenheime in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Im vergangenen Jahr betrug die Teuerungsrate hier deutschlandweit 5,4%. Im Vorjahr sind es noch 4,9% gewesen. Dies geht aus einer Studie des „Bundesverbands der deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken“ (BVR) hervor.

Besonders groß sei der Preisanstieg, ähnlich wie bei den Mieten, in den Großstädten und Ballungsgebieten gewesen. So stiegen die Preise allein in den sechs größten deutschen Städten um durchschnittlich 11,6%. Am stärksten stiegen sie in Berlin, Hamburg und München. Seit dem Jahr 2007 haben sich die Preise dort um bis zu 200% erhöht.

Laut der Studie wird es für immer weitere Teile der Bevölkerung unmöglich Wohneigentum zu erwerben, da die Preise deutlich schneller und mehr ansteigen als die Löhne. So sind allein in den sechs größten Städten Deutschlands die Kosten für Wohneigentum um 55% stärker gestiegen als die verfügbaren Einkommen zur selben Zeit. Auch die Durchschnittspreise in ländlichen Regionen haben sich 2017 um 4,8% erhöht (Link).

Für mehr bezahlbaren Wohnraum demonstrierten deshalb am Wochenende mehrere tausend Menschen in Hamburg. Nach Angaben der VeranstalterInnen nahmen mehr als 8.000 Menschen an der Kundgebung teil. Zu der Veranstaltung unter dem Motto „MietenMoves“ hatte ein breites Bündnis von linken Gruppen und Initiativen aufgerufen.