DAX-Vorstände verdienen im Durchschnitt 71 Mal so viel wie ihre Angestellten

Die schwachen Lohnentwicklungen der ArbeiterInnen in Deutschland werden nicht nur von den Betroffenen selbst, von linken und sozialistischen Gruppen, sondern auch von Goldman Sachs-Bankern kritisiert. Sie befürchten Spannungen und auf Dauer negative wirtschaftliche Entwicklungen.

Jetzt hat das „Institut für Mitbestimmung und Unternehmensführung“ (IMU) der gewerkschaftsnahen Hans Böckler-Stiftung neueste Zahlen und Berechnungen zu den Gehaltsunterschieden veröffentlicht: So verdienten die Vorstände der 30 größten deutschen Unternehmen, die im Deutschen Aktienindex (DAX) zusammengefasst sind, im Durchschnitt 71mal so viel wie der/die durchschnittliche Angestellte.

Im Jahr 2005 verdienten die Vorstände noch „gerade mal“ das 42fache und im Jahr 2014 das 57fache eines durchschnittlichen Lohns ihrer ArbeiterInnen. In etwas mehr als einem Jahrzehnt sei der Gehaltsabstand zwischen Topmanagern und durchschnittlichem Konzern-Beschäftigten also um rund 70% gewachsen, so die IMU-Forscherin Marion Weckes (Link).

Die höchsten Gehälter in Relation zu den im Konzern gezahlten Löhnen in Deutschland bekommen die Vorstände der Deutschen Post mit dem 159fachen Betrag, gefolgt von Adidas (150fach), Heidelberg Cement (134fach) und Daimler (116fach). Der Deutsche Post-Chef Frank Appel verdient sogar 232mal so viel wie ein/e durchschnittlicher Post-Beschäftigte/r.

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