Ehemaliger CDU-Generalsekretär Peter Tauber erinnert an Nazi-General

Der bekannte CDU-Politiker und langjährige Generalsekretär der CDU, Peter Tauber, hat auf Twitter des Wehrmachtsgenerals Erwin Rommel gedacht. Dieser sei vor 74 Jahren „von den Nazis zum Selbstmord gezwungen“ worden.

Wer war Erwin Rommel?

Bereits im ersten Weltkrieg war Rommel als Soldat aktiv. Die Machtergreifung der Nazis 1933 begrüßte er. Er wird Mitglied im persönlichen Begleit-Bataillon von Adolf Hitler. Ab 1939 kommandiert er das mobile Führerhauptquartier. Ab Anfang 1941 führt er den großen deutschen Afrika-Feldzug gegen die britische Armee.

Die Nazi-Propaganda feiert ihn als „Wüstenfuchs“. Hitlers Propaganda-Chef Joseph Goebbels notiert im Oktober 1942 nach einem Gespräch mit Hitler: „Rommel hat auf ihn [Hitler] einen sehr tiefen Eindruck gemacht. […] Er ist weltanschaulich gefestigt, steht uns Nationalsozialisten nicht nur nahe, sondern ist ein Nationalsozialist […].“

Später gerät er über taktische Fragen in Widersprüche zu Hitler. Umstritten ist, ob Rommel an den Anschlagsplänen auf Hitler um den General von Staufenberg beteiligt war. Hitler verlor jedoch das Vertrauen in ihn und stellte ihn vor die Wahl eines öffentlichen Prozesses oder sich selbst umzubringen. Am 14. Oktober 1944 nimmt sich Rommel das Leben.

„Sauberer Soldat?“

Nach 1945 wurde versucht, Rommel als einen der wenigen „sauberen“ Soldaten darzustellen. Doch seine Witwe und auch sein Sohn haben klargestellt: Rommel war niemals aktiver Teil des Widerstands gegen den Nationalsozialismus. Im Gegenteil war Rommel ein führender General der Nazi-Eroberungsfeldzüge.

Dennoch sind noch immer zahlreiche Straßen deutscher Städte, vor allem in Baden-Württemberg, nach ihm benannt. Peter Tauber möchte nun offenbar das Gedenken an Rommel aufrecht erhalten und damit auch ein Zeichen an die Bundeswehr senden. Seit dem 14. März 2018 ist Tauber Parlamentarischer Staatssekretär der Bundesministerin der Verteidigung.