Die Umweltbewegung ist eine seit Jahren aktive Bewegung, die in den verschiedensten Bereichen kämpft. Doch wie sieht diese Bewegung aus und was haben wir von ihr zu erwarten? –  Ein Kommentar von Max Rose

Stärke und Schwächen der Umweltbewegung!

Die Frage Klimawandel und Umweltschutz ist eine, die ein breites Spektrum direkt berührt und trifft. Wir alle sind abhängig von der Natur, und dass der Klimawandel diese, unsere Lebensgrundlage zerstört, kann niemand klaren Verstandes leugnen. Allein in Deutschland sehen Millionen Menschen täglich, wie Konzerne ihre Heimat abbaggern, Felder mit Glyphosat verpesten und einst blühende Landschaften karg und krank daliegen. Umweltschutz ist für viele nicht nur der Schutz ihrer Lebensgrundlage, sondern auch ihrer Heimat.

Somit gibt es Millionen Menschen in Deutschland, die ein direktes Interesse daran haben, die Umwelt und damit ihre Heimat zu schützen, und Tausende von ihnen treibt dieser Gedanke auf die Straßen und sie suchen nach Möglichkeiten, der Umweltzerstörung etwas entgegenzusetzen.

Doch nur Wenige entwickeln ein Bewusstsein, wie man den Kampf für den Schutz der Umwelt führen kann, und so flüchten sie sich in opportunistische Sammelbecken wie etwa Greenpeace. Solche Organisationen fangen das ungeheure Potenzial, das für den effektiven Kampf gegen die Zerstörung der Umwelt da wäre, ein und lenken es im Interesse von Konzernen wie RWE, die unsere Umwelt zerstören, und gegen die wirklich aktiven Kräfte im Umweltschutz. So spalten NGOs wie Greenpeace die fortschrittliche Bewegung und kämpfen im Wesentlichen gegen die Interessen der Menschen, die in ihren Organisationen aktiv sind.

Konsumkritik oder Systemkritik ?

Wenn die Konzerne, die tagtäglich unsere Umwelt zerstören, eines fürchten, dann das, dass die Menschen sich vereint gegen sie stellen. Gerade deswegen streuen sie die Theorie der Konsumkritik in die Umweltbewegung und wollen den Menschen damit vorgaukeln, dass sie selbst an der Zerstörung der Umwelt schuld wären. Dass dies totaler Quark ist, sieht man allein daran, dass selbst „Bio“-Unternehmen die Natur auf das Massivste ausbeuten. Es gibt in diesem System keine Alternativen ökologisch zu leben. Die Konzerne (so grün sie sich auch anmalen) sind immer darauf angewiesen, die Natur und den Menschen auszubeu,ten um auf dem internationalen Markt zu bestehen.

Deswegen kann die Umweltfrage auch nur international, also global gelöst werden (Link). Die Systemkritik stellt dabei die Ausbeutung und Zerstörung der Natur an sich infrage und bekämpft diese. Ihr ist bewusst, dass der Mensch konsumieren (essen, trinken etc.) muss, um zu überleben. Allerdings ist ihr ebenso bewusst, dass die Konzerne auch ökologisch im Einklang mit Mensch und Natur produzieren könnten, wenn nicht das Profitinteresse im Kapitalismus dies verhindern würde.

Durch die Konsumkritik schwächen die Konzerne die Umweltbewegung nicht nur, indem sie fortschrittliche Menschen vom Kampf abhalten, sondern haben auch noch einen neuen Markt für „Bio“-Produkte geschaffen, der ihren Profit steigen lässt.

Kohlekommission oder Kohleausstieg?

Seit Jahren berät sich die Kohlekommission und setzt das Ausstiegsdatum für die Kohle immer weiter nach hinten. Die Kohlekommission war über Jahre hinweg eine Ausrede für NGOs, Konzerne und Politik. Wann immer sich Protest anbahnte, schallte es: „Beruhigt euch, die Kommission wird eure Probleme lösen“. Doch das wird sie nicht!

Die Mitglieder handeln perfekt im Interesse von Konzernen wie RWE und halten den Protest zurück. Viele haben aufgehört, den Lügen von RWE etc. zu glauben und fordern nun endlich eine verbindliche Aussage, wann der Kohleausstieg kommt. Nun soll das Ergebnis bald präsentiert werden. Doch bereits jetzt ist klar, dass dieses Ergebnis nicht im Interesse der Menschen und der Natur, sondern im Interesse der Konzerne liegen wird. Denn ein konsequenter Kohleausstieg wäre schon längst möglich und nötig gewesen.

Wie weiter?

In den nächsten Jahren werden Konzerne und NGOs weiter versuchen in die Bewegung einzudringen, sie zu spalten und für ihre Zwecke zu missbrauchen. Um dies zu verhindern, müssen die fortschrittlichen Menschen in der Bewegung anfangen, dies zu erkennen. Wir müssen aufhören, unsere Verantwortung nach oben an NGOs, Kommissionen und Politiker abzugeben und selbst Verantwortung übernehmen. Wir müssen den sofortigen Kohleausstieg organisieren und ihn nicht um Jahre an uns vorbeischieben lassen. Wir müssen anfangen, für unsere Interessen zu kämpfen!