Der deutsche Leitindex DAX stürzt auf ein Zwei-Jahres-Tief ab und hat seit Beginn des Jahres bereits 15 Prozent an Wert verloren.

Erneut ist es heute zu einem Kurssturz an der deutschen Börse gekommen. Der deutsche Leitindex DAX fiel am frühen Donnerstag morgen unter die 11.000 Punkte-Marke und hat damit einen neuen Tiefststand seit zwei Jahren erreicht. Allein in dieser Woche hat der DAX fünf Prozent verloren, auf das ganze Jahr gesehen sind es sogar rund 15 Prozent (Link).

Auslöser der neuerlichen starken Verluste dürften die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und China sein. Nach Verhandlungen am Rande des G20-Gipfels sah es so aus, als würde sich die Situation zwischen den beiden Ländern zunächst etwas entspannen und damit auch die Risiken für die deutsche und die Weltwirtschaft zunächst überschaubar bleiben, sieht dies nun wieder anders aus. Denn auf Betreiben der USA ist die Finanzchefin des chinesischen Telekommunikations-Riesen Huawei in Kanada festgenommen worden. Daraufhin gingen weltweit die Börsen auf Talfahrt.

Die Händler an den Börsen sind jedoch auch deshalb besonders besorgt, da sich der DAX auf seiner längsten Verlustserie seit der letzten Weltwirtschaftskrise befindet. Sollte er im Dezember dauerhaft weiter an Wert verlieren, so würde er den fünften Monat in Folge mit Verlusten abschließen. Eine ähnliche Verlustserie gab es zuletzt zwischen September 2008 und März 2009, als der DAX um rund 50 Prozent einbrach (Link).

Auch der Ölpreis – von vielen bürgerlichen Wirtschaftsexperten oft als Gradmesser für den Zustand der Weltwirtschaft gesehen – hat im November deutlich an Wert verloren. Er verzeichnete einen Rückgang von 21 Prozent, das entspricht dem größten monatlichen Preissturz seit zehn Jahren.

Börsen stürzen weltweit ab