Die Vorbereitungen für einen großangelegten Angriff auf Rojava laufen auf Hochtouren. Trump und Erdogan demonstrieren Einigkeit.

Nach dem der amerikanische Präsident Donald Trump vergangene Woche den Rückzug der amerikanischen Soldaten aus Syrien bekanntgegeben hat, demonstrieren Trump und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan Einigkeit. Laut Erdogan sollen die beiden Präsidenten ausgemacht haben, dass die Türkei ein durch den amerikanischen Truppenabzug zu erwartendes „Machtvakuum“ füllen sollen. Unabhängig von den USA befinden sich auch britische und französische Soldaten weiter in der Region (Link).

USA verkünden Truppenabzug aus Syrien

In der Zwischenzeit nutzt die Türkei jeden Tag um schweres Kriegsgerät und Truppen an der türkisch-syrischen Grenze zusammen zu ziehen. Auch wenn Erdogan zunächst ankündigte die geplante Offensive auf Rojava um einen Monat zu verschieben, gehen die Vorbereitungen weiter und werden konkreter.

Al Monitor berichtete vor wenigen Tagen, dass die Türkei für die Offensive auch Tausende islamistische Kämpfer aus Idlib und der Region Aleppo angefordert hat. Rund zweitausend sollen bereits seit über einem Monat ein besonderes militärisches Training für die Offensive. Weitere zweitausend sollen folgen.

Laut einem Sprecher der „Nationalen Armee“, die ein Teil der „Freien Syrischen Armee“ ist, stehen bis zu 20.000 islamistische Kämpfer für die Offensive zur Verfügung. Dem Sprecher zufolge sollen die Kämpfer die „Speerspitze“ des Angriffs auf Rojava bilden und von türkischen Soldaten und dem Feuerschutz der türkischen Armee (Panzern, Haubitzen und Luftwaffe) unterstützt werden (Link).

Neben der Mobilmachung aller militärischen Kräfte in Rojava bereiten sich auch die linken und kurdischen Kräfte in der Türkei auf den Beginn der Offensive vor. Die Demokratische Partei der Völker (HDP) hat einen Krisenstab gegründet um im Falle einer Offensive auf diplomatischer und politischer Ebene schnellstens reagieren zu können.

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