Der weltbekannte Fußballer Christiano Ronaldo hat gestern offiziell zugegeben, dass er zwischen 2011 und 2014 rund 5,7 Millionen Euro an Steuern in Spanien hinterzogen hat. Wegen eines zuvor ausgehandelten Deals kommt der ehemalige Real Madrid-Star mit einer Zahlung von fast 19 Millionen Euro und 23 Monaten Haft – auf Bewährung – davon.

Bereits im Juni hatten die Anwälte des Portugiesen den Vergleich mit der spanischen Staatsanwaltschaft abgemacht. 18,8 Millionen Euro an Nachzahlungen, Geldstrafe und Zinsen und eine Bewährungsstrafe von 23 Monaten. In Spanien ist es üblich, dass Strafen unter zwei Jahren zur Bewährung ausgesetzt werden. Am Dienstag erschien Ronaldo am Madrider Landgericht und stimmte dem Deal per Unterschrift zu. „Es geht mir blendend“, sagte der Fußball-Star dabei zu JournalistInnen.

Ronaldo soll zwischen 2011 und 2014 Einnahmen über 150 Millionen Euro aus Bild- und Werberechten über ein verzweigtes Firmennetzwerk mit Sitzen auf den britischen Jungferninseln und in Irland an den spanischen Steuerbehörden vorbeigeschleust haben.

Steuerhinterziehung bei Real

Steuerhinterziehung gehörte beim Weltklasse-Verein „Real Madird“ wohl zum guten Ton. Auch die Spieler Ángel Di María, Fabio Coentrão oder Ricardo Carvalho haben in der Vergangenheit Deals mit der Staatsanwaltschaft wegen Steuerhinterziehung geschlossen. Am Dienstag morgen war auch der ehemalige Teamkollege von Ronaldo bei Real Madrid, Xabi Alonso, vor Ort. Er soll zwischen 2010 und 2012 Steuern hinterzogen haben, lässt es aber auf einen Prozess ankommen.

Anklage wegen Vergewaltigung

Gegen den fünffachen Weltfußballer Ronaldo läuft derweil noch ein anderes Verfahren: Er soll 2009 eine Frau vergewaltigt und ihr danach 375.000€ an Schweigegeld gezahlt haben.

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