Mehr als 600 Verletzte, chemische Belastung von Luft und Wasser befürchtet.

Bei einer Explosion in einer Chemiefabrik im chinesischen Yancheng (Privonz Jiangsu) sind am Donnerstag  47 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 600 Menschen wurden verletzt, davon 32 schwer. Das Feuer konnte am Freitag um etwa 3:00 Uhr nachts unter Kontrolle gebracht werden, berichtet etwa die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua.

Druckwelle sorgt für große Schäden

Die Explosion hatte eine so große Sprengkraft, dass sie kilometerweit Fenster und Gebäude beschädigte. Es mussten einige tausend ArbeiterInnen und BewohnerInnen in der Umgebung evakuiert werden. Wegen möglicher Kontamination des Wassers und der Luft durch freigesetzte Chemikalien führen die Behörden nun Tests durch.

Unsichere Arbeitsbedingungen fordern Leben von ArbeiterInnen und AnwohnerInnen

Aufgrund mangelnder Arbeitsschutzvorschriften ist es in China schon häufiger zu erheblichen Arbeitsunfällen mit Toten gekommen. So explodierte im vergangenen November ein mit Chemikalien beladener Lastwagen im Norden Chinas, wobei mindestens 23 Menschen in den Tod gerissen wurden.

Im Jahr 2015 kam es zu einem ähnlichen Vorfall an einem der größten chinesischen Industriehäfen. Bei der Explosion in Taijin starben 165 Menschen und fast 800 wurden verletzt. Der Sachschaden belief sich auf mehr als eine Milliarde Dollar.

Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) geht davon aus, dass täglich rund 6.400 ArbeiterInnen weltweit tödlich verunglücken. Das entspricht aufs Jahr gerechnet rund 2,3 Millionen Menschen, die während ihrer Arbeit getötet werden.

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