Im März veröffentlichte die Bundesagentur für Arbeit die aktuellen Zahlen zu Menschen ohne Lohnarbeitsstelle. Zu den 2,3 Millionen Arbeitslosen kommen noch weitere 931.000 Menschen, die in der Statistik nicht geführt werden, aber keine Arbeit haben.

Im März sollen 70.000 Menschen weniger ohne Arbeit gewesen sein als noch im Vormonat. Die Statistik beziffert 2,3 Millionen Menschen – doch zahlreiche Menschen werden gar nicht in der Statistik für Arbeitslose geführt. Sie sind „de-facto-arbeitslos“ und werden in einer anderen Statistik geführt, die sich mit „Unterbeschäftigung“ befasst.

Möglich ist das auf Grundlage der gesetzlichen Definition von Arbeitslosigkeit, die bestimmte Personengruppen ausschließt. So kann je nach Gesetzeslage die Quote für Arbeitslosigkeit sinken, ohne dass tatsächlich mehr Menschen in Arbeit sind, weil sie zu den „Unterbeschäftigten“ gezählt werden.

In die Kategorien fallen 931.000 Menschen. Sie sind zum großen Teil (670.000) TeilnehmerInnen an „arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen“, das heißt, dass sie sich in staatlichen Programmen befinden mit dem erklärten Ziel, zu „fördern und (zu) fordern“. Hinzu kommen mehr als 170.000 Menschen älter als 58 Jahre, die länger als 12 Monate ohne Jobangebot waren und sogenannte „kurzfristig Arbeitsunfähige“ (84.534). Beispielsweise zählen „Ein-Euro-Jobber“ damit auch nicht zu den offiziellen Arbeitslosen.

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