Mit einem Umsatz von mehr als zwei Milliarden Euro ist der Karneval ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor vor allem entlang des Rheins geworden.

Mehr als zwei Milliarden Euro werden jährlich für Kostüme, Süßigkeiten, Alkohol, Sitzungen, Reisekosten und Straßenumzüge rund um das Thema Karneval ausgegeben. Das hat das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) errechnet. Mehr als 3.000 Unternehmen mit 40.000 MitarbeiterInnen sollen demnach ganzjährig vom Karneval leben können. Dabei nehmen Ausgaben und Gewinne in den vergangenen Jahren immer weiter zu. Ebenso wie es immer mehr Karnevalsveranstaltungen gibt.

Mit Abstand der größte Umsatz wird rund um das Thema Karneval in Köln gemacht. Rund 600 Millionen Euro sollen in der vergangenen Karnevals-Session 2017/2018 hier ausgegeben worden sein. 2009 sollen sich die Umsätze noch um 460 Millionen Euro bewegt haben. Das hat die Boston Consulting Group ausgerechnet. Der größte Anteil des Umsatzes geht mit 182 Millionen Euro an die Kneipen in der Stadt. 70.000 Hektoliter Bier sollen sie pro Session ausschenken.

Der Karneval und seine Geschichte

In einer aktuellen Studie der Boston Consulting Group und der Rheinischen Fachhochschule Köln wurde allein für Köln ein Anstieg der Umsätze im Karneval in den vergangenen zehn Jahren von rund 30% errechnet. In der selben Zeit ist die Anzahl der Karnevalsumzüge und Programmveranstaltungen um fast 35% angestiegen. Rund 2,1 Millionen Menschen besuchen jedes Jahr die Karnevalsumzüge allein in Köln. 6.500 Arbeitsplätze hängen von den Veranstaltungen ab.

Allein der Frechener Kostümausstatter Deiters macht 30 Millionen Euro Umsatz mit dem Verkauf von Kostümen in seinen 26 Filialen. Dazu werden die Kostüme in China gefertigt und auf dem deutschen Markt zum Dreifachen des Einkaufspreises wieder verkauft (Link).