Tausende feiern vor dem österreichischen Kanzleramt die Regierungskrise: Nach der Veröffentlichung des brisanten „Ibiza-clips“ von FPÖ-Chef Strache tritt dieser zurück. Die Zeichen stehen auf Neuwahlen.

„Neuwahlen jetzt!“, skandieren rund 6.000 Menschen auf dem Regierungsplatz. Sie sollen Recht bekommen: Strache trat als Vizekanzler und Chef der rechten FPÖ zurück. Bundeskanzler Sebastian Kurz bat daraufhin den Regierungspräsidenten um zügige Neuwahlen, denn das Regierungsbündnis mit der FPÖ ist aufgekündigt.

Sebastian Kurz selbst erfreut sich großer Beliebtheit in Österreich und rechnet sich offenbar aus, dass die kommenden Neuwahlen für ihn erfolgsversprechend sind. Zuvor machte er als Außenminister von sich reden und ist vor allem bekannt für das Schließen der Balkanroute und eine rassistische Asylpolitik.

Grund für die Aufruhr ist eine Aufnahme, die Heinz-Christian Strache scheinbar alkoholisiert in Ibiza zeigt. Er sitzt in lockerer Atmosphäre mit einer angeblichen russischen Investorin auf der Couch und verhandelt mit ihr Staatsaufträge. Gemeinsam mit dem FPÖ-Fraktionschef im Nationalrat, Johann Gudenus, beraten sie die junge Frau, wie Parteispenden am Rechnungshof vorbeigeschleust werden können. Jetzt erklärt Strache, er habe sie und ihren deutschen Bekannten nur ein einziges Mal getroffen, Parteispenden habe es nicht gegeben.

Mehr zu der Aufnahme so wie Strache und Gudenus hier.