Walter Lübcke war Regierungspräsident von Kassel, bevor er Opfer eines Mordanschlags wurde. Ein Rechter mit Verbindungen zu „Combat 18“, Stephan E., legte zunächst ein Geständnis ab. Gestern wollten in Kassel rund 120 AnhängerInnen der Partei „Die Rechte“ protestieren, ein großes Bündnis übertönte ihren Marsch.

In Kassel organisierte das dortige Bündnis gegen Rechts eine große Gegendemonstration und mehrere Veranstaltungen, als 120 Rechte dort ihre Demonstration veranstalten wollten. Zur Gegendemo, die am Vormittag des Samstags begann, kamen rund 15.000 Menschen, die Polizei berichtet von 10.000.

Der Protest war nicht nur der Größe und Stimmung wegen ein Erfolg. Die Demonstration der Rechten unter dem Motto „Gegen Pressehetze, Verleumdung und Maulkorbfantasien“ startete mit zwei Stunden Verspätung. Wohl auch, weil verschiedene Demonstrationszüge mehrere Routen für die Busse versperrten.

In seiner Auswertung lobte Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD) auch die Arbeit der Polizei, die für friedlichen Verlauf gesorgt habe. Die linke Gegendemonstration berichtete anderes: Teilnehmende wurden kontrolliert, nicht zu Kundgebungen gelassen, einem angemeldeten Lautsprecherwagen wurde die Durchfahrt zum Kundgebungsort verwehrt.