Wirtschaftsdaten und die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft lassen keinen Zweifel mehr an einer sich auch auf Deutschland auswirkenden Wirtschaftskrise.

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Juli deutlich verschlechtert. Dutzende Gewinnwarnungen und Verlustmeldungen großer Industrieunternehmen zeigen, wo die Reise hingeht.

Ifo-Geschäftsklima im freien Fall

Der Geschäftsklimaindex des Münchener Ifo-Instituts hat bei seiner monatlichen Umfrage unter 9.000 führenden ManagerInnen den niedrigsten Wert seit April 2013 ermittelt. Seit Ende letzten Jahres ist der Klimaindex im dauerhaften Fall. Er sank in den vergangenen elf Monaten zehn Mal.

Auch die Lage der deutschen Wirtschaft und die Erwartungen der ManagerInnen für die kommende Zeit werden immer schlechter eingeschätzt. Alle Indizes haben seit November 2018 rund sechs Punkte verloren.

Neben der Industrie deuten sich auch in anderen Wirtschaftszweigen mittlerweile Krisenerscheinungen an. Selbst die ExpertInnen der wirtschaftsnahen Institute gehen mittlerweile von einer Rezession, also einem anhaltenden Rückgang der Wirtschaftsleistung, im Sommer oder Herbst diesen Jahres aus.

Steht ein noch größerer Crash bevor als vor zehn Jahren?

EZB scheut noch vor weiterer Zinssenkung noch zurück

Viele Finanzexperten hatten für heute eine weitere Senkung des Leitzinses von der Europäischen Zentralbank (EZB) erwartet. Diese Erwartungen wurden bitter enttäuscht. Der Leitzins der EZB wird vorerst weiter bei seinem bisherigen Rekordtief von 0,0 Prozent bleiben. Bereits seit März 2016 liegt der europäische Leitzins auf diesem Rekordtief. Finanzexperten hatten für heute mit einer weiteren Absenkung des Leitzins auf -0,5 oder -1,0 Prozent gerechnet, um die Wirtschaft in der Eurozone künstlich anzuheizen.