Um den Datenschutz bei der Auswertung der Alexa-Gespräche ist es wohl noch schlechter bestellt, als angenommen. Amazon beschäftigt zur Auswertung ZeitarbeiterInnen, die auch in Heimarbeit arbeiten.

Die Aufnahmen und Sprachbefehle von Alexa wertet amazon aus. Dazu beschäftigt das Unternehmen nicht nur selbst ArbeiterInnen, sondern hat auch die große Zeitarbeitsfirma Randstat beauftragt. Diese rekrutierte zur Auswertung ArbeiterInnen über eine Online-Anzeige für „Telearbeit im ganzen Land“ – als Anforderung muttersprachliche Deutschkenntnis.

Der amazon-Konzern steht wegen seines Umgangs mit NutzerInnendaten ohnehin in der Kritik. Bislang hatte er sich darauf berufen, dass alle Daten unter hohen Sicherheitsbedingungen ausgewertet würden. Die Welt berichtet von angeblichen „geschützten Büros mit strengen Zugriffsbeschränkungen“.

Unabhängig davon, ob im Rahmen der Auswertung Sicherheitslücken vorliegen oder nicht, haben Alexa-NutzerInnen weitestgehend keine Handhabe über aufgenommene Daten. Sprachaufzeichnungen können in der Alexa-App verwaltet werden, um die Spracherkennung zu trainieren. Allerdings sind in dieser App gelöschte Sprachaufnahmen nicht von der amazon-Datenbank gelöscht, zum Beispiel wenn schon ein Transkript vorliegt.

In Reaktion auf die heftige Kritik führt amazon nun eine Option ein, mit der NutzerInnen der Auswertung durch Menschen widersprechen können.