Derzeit gelten elf Dienstwaffen der Polizei als „verloren“ oder „gestohlen“. Bei den Waffen handelt es sich um Pistolen. Doch auch Maschinenpistolen fehlen.

Das geht aus einer Anfrage der FDP an die Bundesregierung hervor. Zehn der elf Dienstwaffen seien demnach derzeit als „gestohlen“ registriert. Eine elfte Waffe sollte der Bundespolizei vom Hersteller übergeben werden, diese sei aber nicht mehr auffindbar gewesen, als sie sich noch in dessen Verantwortungsbereich befand. Neben den Dienstwaffen sind auch deren jeweilige Munitionsbestände abhanden gekommen.

Abgesehen von dem Verschwinden machte die Bundesregierung keine Angaben dazu, wann und in welchen Bundesländern sich die Schusswaffen befunden haben. Die Innenpolitikerin der Grünen, Irene Mihalic, sprach sich dafür aus, dass die Umstände des Verschwindens lückenlos aufgeklärt werden müssten, da die Waffen in extremistische oder schwerstkriminelle Handlungen involviert werden könnten. Gleichzeitig sieht sie die Bundesregierung in der Pflicht, selbstständig über Waffenverluste zu informieren, ohne dass eine Anfrage gestellt würde.

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MP5 wird vermisst

Neben den Pistolen der Firma Heckler & Koch gingen in der Vergangenheit auch Maschinenpistolen des selben Herstellers verloren. Im August 2016 verschwand eine MP5 aus einem Streifenwagen in Leipzig. Während eines Einsatzes bei einer Tankstelle, in der Jugendliche die Kassiererin mit einem Messer bedroht und zwei Limonaden gestohlen hatten, verschwand die Schusswaffe aus dem gesicherten Einsatzwagen.

Zugleich fehlt seit März diesen Jahres eine weitere Maschinenpistole aus der Polizeiinspektion Celle, deren Verlust bei einer anlasslosen Stichprobe bemerkt wurde. Die Waffe konnte keiner konkreten Person zugeordnet werden, da sie als sogenannte „Poolwaffe“ eingetragen war, auf die mehrere Beamte Zugriff hatten.