In Sachsen brodelt es: die mehr als drei Millionen wahlberechtigten Menschen werden sich in den nächsten Wochen der Frage stellen, welche Partei sie am 1. September wählen werden. Eine Personalie fällt schon seit Monaten auf: André Poggenburg. Eine Rolle dürfte dieser nun jedoch nicht mehr spielen.

Am 21. August soll es endlich klappen, denn da will André Poggenburg (parteilos) endlich in Connewitz demonstrieren können. Es ist der fünfte Versuch, im Leipziger Stadtteil eine rechtsradikale Veranstaltung abzuhalten. Alle vorigen Versuche scheiterten am Unvermögen eine Kundgebung ordnungsgemäß anzumelden, die Stadt von der Wichtigkeit des Themas zu überzeugen oder eben schlicht am Widerstand der StadtteilbewohnerInnen.

All diese Bemühungen erfolgten mit seiner neuen Partei. Sie heißt „Aufbruch deutscher Patrioten – Mitteldeutschland“ (ADPM) und wurde im Januar 2019 gegründet. Poggenburg war Vorstandsmitglied dieser Partei und früher sogar bei der AfD. Nachdem er sich in zahlreiche öffentliche Skandale verwickelte und die Partei zu schnell zu weit nach Rechts ziehen wollte, wurde er für zwei Jahre von allen Ämtern entfernt und so kalt gestellt. So kam es, dass Poggenburg eine neue Partei gründete.

Am Sonntag kam dann der erneute politische Umschwung: Poggenburg und ein Parteikollege schlugen der eigenen Partei vor sich aufzulösen, um die AfD im sächsischen Wahlkampf zu stärken. Die Partei lehnte den Antrag ab. Daraufhin verließen Poggenburg und Egbert Ermer ihre neue Partei.

Nach jetzigen Wahlprognosen wird die AfD bei der sächsischen Landtagswahl auf bis zu 25% der abgegebenen Stimmen kommen und damit anders als die ADPM als Siegerin der Wahl hervorgehen.