Die israelische Armee hat verschiedene Orte nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus angegriffen. Dabei wollte man nach eigenen Angaben einen Drohnenangriff verhindern. Gleichzeitig sollen im Libanon zwei israelische Drohnen abgestürzt sein.

Der Einsatz habe, so die israelische Armee (IDF), Einheiten der Al-Quds-Brigade sowie schiitischen Milizen gegolten. Diese hätten an Plänen gearbeitet, Ziele in Nordisrael mit „Killerdrohen“ anzugreifen, so ein Sprecher der israelischen Armee. Dem angeblich binnen weniger Tage zweiten Versuch Teherans, dies auszuführen, sei mit Kampfjets ein Ende bereitet worden. Auch der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kommentierte die Vorgänge auf Twitter als „groß angelegten operativen Einsatz“.

Die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte gibt an, das bei diesem Angriff drei Menschen ums Leben kamen, zwei davon sollen der Hisbollah und einer einer iranischen Miliz zugehörig sein. Angriffe wie dieser auf das Dorf Akraba werden immer wieder von der israelischen Armee durchgeführt. Jedoch räumt sie dies selten ein. Die Angriffe sollen verhindern, dass sich der Iran weiter militärisch im benachbarten Syrien festsetzen kann. Bei diesem Vorfall soll es sich um einen der stärksten derartigen Angriffe Israels auf Syrien seit Jahren handeln.

Die syrische Armee berichtet derweil, die Mehrheit der von den Golanhöhen kommenden Geschosse noch vor dem Erreichen ihrer Ziele abgewehrt zu haben. Ein Sprecher der iranischen Revolutionsgarden dementierte vor der Nachrichtenagentur ILNA das Treffen iranischer Ziele durch Israel und bezeichnete entsprechende Berichte als Lüge.

Die Hisbollah vermeldete ihrerseits den Absturz einer israelischen Drohne in einem Vorort Beiruts, der Hauptstadt des Libanons, sowie die Explosion einer zweiten in der Nähe ihrer Medienzentrale. Laut dem Regierungschef des Landes stecke dahinter die Absicht, die Situation in der Region weiter zu eskalieren.

Bisher gibt es keine Bestätigung für die Vorfälle. Auch die IDF äußerten sich offiziell nicht. Das Gebiet wurde abgeriegelt und JournalistInnen dürfen weder filmen noch fotografieren. Ob ein direkter Zusammenhang zwischen beiden Vorkommnissen besteht, ist noch nicht geklärt.