Dieses Jahr gab es in Deutschland zum ersten Mal in der ganzen Republik Aktionen zum Safe Abortion Day. In 35 Städten protestierten Menschen für den sicheren und legalen Zugang zu Abbrüchen.

Vielerorts wurde der Internationale Safe Abortion Day schon mit einer Aktionswoche eingeläutet. In Berlin hat der Protest schon eine Woche früher begonnen, denn dort führten LebenschützerInnen einen „Marsch fürs Leben“ durch. 1.500 Menschen stellten sich ihnen in den Weg und setzten ein Zeichen für „Leben und Lieben ohne Bevormundung“. Am vergangenen Samstag waren nach aktuellen Zählungen rund 7.000 Personen am Protest beteiligt.

Allein in Hamburg waren 1.000 Menschen auf der Straße. Aktionen gab es in Aachen, Augsburg, Berlin, Bielefeld, Bochum, Cottbus, Dessau, Detmold, Dortmund, Dresden, Erfurt, Frankfurt a. M., Freiburg, Gießen, Göttingen, Hamburg, Hannover, Hattingen, Karlsruhe, Kassel, Kiel, Köln, Leipzig, Mainz, Mannheim, München, Münster, Oldenburg, Passau, Pforzheim, Saarbrücken, Schwäbisch-Hall, Stuttgart, Verden und Wuppertal.

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Die Aktionen waren vielfältig und kreativ. Auf dem obigen Foto ist ein Flashmob des Frauen*kollektiv Cottbus zu sehen. Bei diesem rissen sich die teilnehmenden Frauen auf den Mund geklebte Sprachbarrieren ab, um über ihre Erfahrungen mit Selbst- und Fremdbestimmung zu berichten. „Wir brechen das Schweigen!“ lautete das Motto der Aktion.

facebook.com/FrauenkollektivKoeln

In Köln nahmen rund 150 FLINT-Personen (FLINT steht für Frauen, Lesben, inter, nichtbinäre und trans Personen) an der ersten dortigen Demonstration zum Safe Abortion Day teil. Auch dort hatte eine Aktionswoche stattgefunden. Im Bild zu sehen ist eine Person der Kritischen Medizinstudierenden. Gemeinsam mit dem Kölner Frauen*streikbündnis, dem Frauen*kollektiv Köln, medica mondiale und Zora bildeten sie das „My body, my choice!“-Bündnis, welches dort die Aktionen initiierte.

Der Aktionstag wurde nicht nur in Deutschland zum ersten Mal begangen. Weltweit gab es in Städten zum ersten Mal Demonstrationen zu diesem Anlass. Viele der RednerInnen brachten in ihren Beiträgen die Internationale Solidarität mit kämpfenden Frauen, trans und nicht-binären Personen weltweit zum Ausdruck.

Das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung aktualisiert die Liste der Städte, die teilgenommen haben, weiterhin.