Rund 100 kurdische Jugendliche und UnterstützerInnen haben sich an dem 5-tägigen „langen Marsch“ von Bonn nach Mönchengladbach beteiligt. Der Demonstrationszug stand unter dem Motto „Frieden in Kurdistan – Freiheit für Abdullah Öcalan“. Während des dutzende Kilometer langen Fußmarschs kam es mehrfach zu Polizeiprovokationen, dennoch konnte der Zug letztendlich heute in Mönchengladbach ankommen.

Am Montag begann in Bonn der jährliche „lange Marsch“ der kurdischen Jugendbewegung in Europa unter dem Motto „Frieden in Kurdistan – Freiheit für Abdullah Öcalan“. Öcalan gilt als Repräsentant der kurdischen nationalen Befreiungsbewegung PKK, seit über 20 Jahren ist er inhaftiert.

Der Demonstrationszug ging in fünf Etappen über Troisdorf, Köln, Leverkusen und Düsseldorf  – heute endete er in Mönchengladbach. Rund einhundert Jugendliche beteiligten sich dieses Jahr daran.

Ein übergroßes Aufgebot der Polizei begleitete den langen Marsch von Beginn an. Bereits vor dem Start der Demonstration in Bonn wurden in neuem Ausmaß Verbote von Symbolen und kurdischen Slogans erlassen.

Polizeigewalt in Köln

Auf der dritten Etappe in Köln kam es dann bei einer Kundgebung vor dem Kölner Dom nach Angaben des kurdischen Studierendenverbands YXK zu „massiven Provokationen von Seiten der anwesenden PolizistInnen“. Reaktionen darauf hätten diese zum Anlass genommen, um einzelne Jugendliche aus der Menge zu ziehen. Insgesamt gab es allein an diesem Tag vier Festnahmen. Anschließend wurde die Kundgebung durch die Polizei aufgelöst.

Marsch erfolgreich beendet

Dennoch wurde der „lange Marsch“ an den Folgetagen weiter geführt. Am Freitagabend sind die Jugendlichen dann in Mönchengladbach angekommen. Eine beteiligte Organisation des langen Marsches schätzte die Demonstration gegenüber Perspektive Online als „Erfolg“ ein, der von einer „hohen Motivation“ seitens der Beteiligten geprägt gewesen sei. Gleichzeitig kritisierte sie das provozierende Auftreten der Polizei.