Sechs Festnahmen bei Razzien in Bayern, Baden-Württemberg, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Verdächtige sollen im Namen von „Combat 18“, „Blood and Honour“ und „Volksfront“ mit Anschlägen gedroht haben.

In den vergangenen Monaten hatten verschiedene Parteien, Politiker, Moscheen und Medien dutzende Drohschreiben mit rassistischen und fremdenfeindlichen Inhalten per E-Mail bekommen. In den Schreiben wurde unter anderem mit Sprengstoffanschlägen gedroht.

Bei den heutigen Razzien waren dem Bayerischen Landeskriminalamt (LKA) zufolge rund 120 Beamte beteiligt. Die Ermittlungen zu den Hausdurchsuchungen werden durch die Generalstaatsanwaltschaft München, die Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET) und das LKA Bayern geführt.

Die eingesetzte Beamten, darunter zahlreiche Spezialkräfte, durchsuchten Objekte der sieben Verdächtigen in Bayern, Baden-Württemberg, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Sechs Verdächtige wurden kurzzeitig festgenommen, jedoch später wieder freigelassen. Ein Verdächtiger konnte durch die Polizeieinheiten nicht angetroffen werden.

Die Verdächtigen werden beschuldigt, mindestens 23 Drohschreiben versendet und mit den Namen faschistischer Organisationen wie „Combat 18“, „Blood and Honour“ und „Volksfront“ unterschrieben zu haben.