Die FlugbegleiterInnengewerkschaft „Unabhängige Flugbegleiter Organisation“ UFO kündigt für Montag neue Streiks an. Bei einer Urwahl haben sich die aufgerufenen Belegschaften mit eindeutiger Mehrheit von 77,5% bis zu 96,2% je nach Betrieb für die Arbeitsniederlegung entschieden. Die Lufthansa AG nennt diese Streiks rechtswidrig und droht mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen.

Schon Mitte Oktober haben die Belegschaften ihren Unmut über ihre Arbeitsbedingungen kund getan. Bei ihrem Warnstreik sind hunderte Flüge der Lufthansa Tochtergesellschaften ausgefallen. Die Flughäfen Frankfurt am Main, Düsseldorf, Stuttgart, Berlin und Hamburg waren von dem Streik betroffen. Nun wollen sie auch im Mutterkonzern streiken. Die Gewerkschaft UFO fordert höhere Gehälter, betriebliche Altersvorsorge und Teilzeitregelungen.

Lufthansa-Konzern: Flugbegleitungen streiken bis Mitternacht

Zu den Arbeitskämpfen bei Lufthansa sagte Sylvia De la Cruz, Vorsitzende der UFO: “Wir werden nun mit ausgeweiteten Streiks die tariflichen Ziele der Tarifkommissionen in jedem einzelnen Betrieb durchsetzen. Wir haben dem Lufthansa-Konzern nach den erfolgreichen Warnstreiks – mit über 200 ausgefallenen Flügen – einen weitreichenden Vorschlag zur Beendigung sämtlicher Arbeitskämpfe gemacht. Da Lufthansa sich entschieden hat, auf diesen Vorschlag nicht einzugehen, werden wir nun am kommenden Montag um 14:00 Uhr mit einer Videobotschaft des Tarifvorstands Daniel Flohr die Fortführung und Ausweitung von Arbeitskämpfen bekanntgeben”.

Lufthansa und die Gewerkschaft UFO gelten als tief zerstritten. Das Unternehmen will den UFO-Vorstand nicht mehr als vertretungsberechtigt anerkennen und der Gewerkschaft gerichtlich die Tariffähigkeit absprechen lassen. Mit dieser Argumentation bewertet sie die Streiks als rechtswidrig und droht den Streikenden arbeitsrechtliche Konsequenzen an.