Innerhalb von vier Tagen vergangener Woche kamen vier Menschen durch Schüsse der Polizei ums Leben. Gegen einen Polizisten wird nun wegen Körperverletzung mit Todesfolge ermittelt.

Die Vorfälle ereigneten sich in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein.

Dabei wurde am Samstagabend in Hoppstädten-Weiersbach (Rheinland-Pfalz) ein mit Axt bewaffneter Mann nach intensiver Suche (auch ein Hubschrauber wurde eingesetzt) auf einem Feld erschossen. Zuvor hatte er wohl eine Person bedroht und mit der Axt auf ihr Auto eingeschlagen. Die Identität des Mannes ist weiterhin ungeklärt.

Am Tag zuvor war bereits in Ahrensburg ein 55-Jähriger von der Polizei getötet worden. Polizei und Staatsanwaltschaft teilten als Hintergrund eine Verfolgungsjagd mit.

Immer mehr Todesfälle nach Polizeieinsätzen mit Tasern

Ebenfalls am Samstag wurde ein Mann in Lübeck von einem Polizisten in einem Schusswechsel getötet. Zuvor sei die Polizei von einer Familie über den Mann im Stadtpark alarmiert worden. Die Klärung der Umstände seiner Tötung ist ebenfalls noch offen.

In Nordrhein-Westfalen schließlich wurde am Mittwoch ein Mann getötet, der sich der Polizei vermutlich mit einem Messer genähert hatte. Die angeblich nach mehreren Warnungen abgegebenen Schüsse hatten ihm Verletzungen an einer Arterie zugefügt, denen er anschließend im Krankenhaus erlag.

In diesem Fall wird gegen den Polizisten, der die Schüssen abgab, wegen Körperverletzung mit Todesfolge und eventuell auch wegen Totschlags ermittelt.