Mitte November 2019 brachen im Iran massive Unruhen aus. Die IranerInnen gingen auf die Straße, um gegen die Preiserhöhungen auf Benzin zu kämpfen. Das Regime reagierte mit brutaler Repression.

Vor einem Monat wurden die Benzinpreise im Iran verdoppelt. Daraufhin sind in mehr als hundert Städten die Menschen auf die Straßen gegangen. Die islamisch-fundamentalistische Regierung griff die Demonstrationen mit Gewalt an und stellte das Internet ab.

Anschließend kam es zu einer Explosion von Wut: Der iranische Innenminister Abdolreza Rahmani Fazli spricht von mehr als 731 Banken, 70 Tankstellen und 140 Regierungsgebäuden, die in Brand gesetzt worden seien, darunter auch 50 Polizeiwachen.

Proteste im Iran: Wenn die Heimat im Feuer der wütenden Massen brennt

Mittlerweile kann durch Video-Material ein ungefähres Bild erstellt werden, was im Iran geschehen ist. Die Vereinten Nationen zeigen ihnen zugespieltes Material von Menschen, denen ins Gesicht und in lebenswichtige Organe geschossen wurde. Auch seien fliehende Menschen zu sehen, auf welche die iranische Armee und Polizei geschossen habe.

Die Schätzungen der Ermordeten gehen von 208 bis zu 400 Menschen. Das Video-Material sei noch nicht vollständig ausgewertet. Die wirklichen Zahlen könnten noch viel höher seien.

Hossein Naqavi-Hosseini, ein Mitglied des Sicherheitskomitees im iranischen Parlament, spricht – noch darüber hinaus – von 7.000 Inhaftierungen. Laut der UN haben die meisten Gefangenen noch keinen Anwalt gesehen. Da die Gefängnisse überbelegt seien, würden jetzt Militärbaracken, Turnhallen von Sportvereinen und Schulen als Gefängnisse benutzt.