Gestern Abend gegen 18:00 Uhr gab der Technologiekonzern Siemens bekannt, mit dem indischen Konzern Adani in Australien zusammenarbeiten zu wollen.

Viele Umwelt- und Klimaschutzorganisationen hatten mit Protesten, Petitionen und sonstigen Aktionen versucht, die Entscheidung von Siemens zu beeinflussen: Das Unternehmen sollte keinen Deal mit dem Unternehmen Adani abschließen, sich an dem Kohleprojekt in Australien zu beteiligen.

Daraufhin hatte Siemens die Entscheidung zwar bereits zweimal vertagt – bis gestern Abend, als Siemens-Chef Joe Kaeser erklärte, die Zusammenarbeit doch durchzuziehen.

#SiemensEnteignen

Vielen KlimaschützerInnen geht das zu weit, sie verurteilen die Entscheidung von Siemens als unverantwortlich. Auch an einem von Siemens angekündigten „Nachhaltigkeitsausschuss“ gibt es Kritik. Damit wolle Siemens seine klimafeindliche Politik lediglich „grün“ anmalen, also „Greenwashing“ betreiben.

Ihre Enttäuschung und Wut über die Entscheidung von Siemens zeigten die KlimaschützerInnen von Fridays for Future heute in vielen Städten bei spontanen Versammlungen und anderen Aktionen auf der Straße. Sie fordern unter dem Hashtag #SiemensEnteignen, den Konzern sowie weitere klimaschädliche Großkonzerne zu kollektivieren.


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